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EU AI Act für den Mittelstand

Welche Pflichten gelten, welche wurden verschoben — und welche betrifft Sie schon heute. Ohne Panik, mit Quellen.

Stand: 07/2026

die pflicht, die kaum jemand kennt

Seit Februar 2025 gilt: Ihr Team muss KI-kompetent sein.

Artikel 4 des EU AI Act verpflichtet jedes Unternehmen, das KI einsetzt — auch wer „nur" ChatGPT oder Copilot im Alltag nutzt —, für ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeiter zu sorgen. Unabhängig von Firmengröße und Risikoklasse.

Wichtig zur Einordnung, ohne Alarmismus: Für Artikel 4 selbst ist kein direktes Bußgeld vorgesehen. Das Risiko ist ein anderes — fehlende Schulung kann in Aufsichtsverfahren und bei Haftungsfragen als Sorgfaltspflichtverletzung gewertet werden. Und in Österreich verweist die zuständige KI-Servicestelle (RTR) für Schulungen ausdrücklich auf den Markt.

Genau dafür gibt es unsere KI-Schulungen: praxisnah, dokumentiert (als Nachweis), zugeschnitten auf Ihre Branche.

zeitplan

Was wann gilt — und was verschoben wurde.

Der „Digital Omnibus" der EU hat 2026 einige Fristen verschoben — aber nicht alle. Die Übersicht, laufend gepflegt:

SEIT 02.02.2025 — GILT

Verbotene Praktiken + KI-Kompetenzpflicht

Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz u. a. sind verboten (Art. 5). Die Kompetenzpflicht (Art. 4) gilt für alle KI-nutzenden Unternehmen.

SEIT 02.08.2025 — GILT

Pflichten für Anbieter großer KI-Modelle (GPAI)

Betrifft primär Modell-Anbieter wie OpenAI oder Google — für die meisten KMU nur indirekt relevant.

AB 02.08.2026 — GILT PLANMÄSSIG

Transparenzpflichten (Art. 50)

Kunden müssen erkennen können, dass sie mit KI interagieren (z. B. Chatbot-Hinweis). KI-generierte bzw. -manipulierte Inhalte (Deepfakes) müssen gekennzeichnet werden.

VERSCHOBEN AUF 02.12.2027

Hochrisiko-KI (Anhang III)

Pflichten für Hochrisiko-Einsätze wie Bewerber-Screening oder Kreditvergabe — per Digital Omnibus um 16 Monate verschoben. Wer betroffen ist, sollte trotzdem jetzt planen.

VERSCHOBEN AUF 02.08.2028

Hochrisiko-KI in regulierten Produkten (Anhang I)

KI als Sicherheitskomponente in Maschinen, Medizinprodukten etc.

Stand: 07/2026 · Verschiebungen politisch beschlossen (Mai 2026), formelle Verabschiedung im Sommer 2026 erwartet

to-do

Ihre Checkliste als KI-nutzendes Unternehmen.

  • KI-Inventar erstellen — welche Tools sind im Einsatz? Auch die inoffizielle ChatGPT-Nutzung einzelner Mitarbeiter zählt.
  • Schulungen nachweisbar durchführen — rollenspezifisch und dokumentiert (Art. 4, gilt bereits).
  • Verbotene Praktiken ausschließen — z. B. keine Emotionserkennung am Arbeitsplatz.
  • KI-Nutzungsrichtlinie einführen — welche Tools sind erlaubt, welche Daten tabu. Unsere Vorlage hilft beim Start.
  • Transparenz ab August 2026 vorbereiten — Chatbot-Hinweise, Kennzeichnung von KI-Inhalten.
  • DSGVO-Schnittstelle prüfen — Verarbeitungsverzeichnis, Verträge mit KI-Anbietern.
  • Hochrisiko-Fälle identifizieren — HR-Auswahl, Kreditentscheidungen? Dann Ende 2027 im Kalender vormerken und jetzt planen.
schnellcheck

Welche Pflichten betreffen Sie?

Fünf Fragen zur groben Ersteinordnung — direkt im Browser, ohne Datenübertragung.

Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte: Rechtsanwalt bzw. RTR-KI-Servicestelle. Quellen u. a. artificialintelligenceact.eu, RTR, EU-Ratsbeschluss Mai 2026.

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