Ein Industriebetrieb aus der Region kam mit einer klaren Vorstellung zu uns: Man wollte eine KI-Lösung für das Angebotswesen. Bevor wir etwas gebaut haben, haben wir uns angesehen, wie dort tatsächlich gearbeitet wird. Dabei zeigte sich, dass der größte Zeitfresser gar nicht dort lag, wo alle ihn vermutet hatten.
Die Ausgangslage: Kundenanfragen kamen per Mail, jede in einem anderen Format, mal als PDF, mal als Excel, mal als Fließtext. Und die angefragten Artikel hießen beim Kunden regelmäßig anders als im eigenen System.
Vorher: Anhänge öffnen, Positionen einzeln übertragen, Verfügbarkeit und Lieferzeit in zwei weiteren Systemen nachschlagen, Angebot manuell zusammenbauen. Ein bis zwei Stunden. Pro Angebot.
Heute: Die angefragten Positionen werden automatisch gegen die Artikeldatenbank abgeglichen. Bei abweichenden Bezeichnungen kommen Alternativvorschläge, die passenden Artikel landen direkt im Angebot. Fünf bis zehn Minuten.
Künstliche Intelligenz war dabei an genau einer Stelle im Einsatz, nämlich beim Abgleich unterschiedlicher Bezeichnungen. Der größere Teil der gewonnenen Zeit kommt aus der Verfügbarkeitsabfrage, und die ist keine KI, sondern eine simple Schnittstelle, die vorher nur niemand gebaut hat. Genau deshalb schauen wir uns den Prozess an, bevor wir über Technologie reden.